Wissenswertes über Honig
-Kristallisation
Jeder Honig kristallisiert zu einem bestimmten Zeitpunkt!
Für die Neigung zum Kristallisieren ist das Verhältnis von Frucht- zu Traubenzucker (der beiden Hauptbestandteile) verantwortlich. Ist dies etwa 1 : 1, wie etwa beim Rapshonig, so erfolgt die Kristallisation innerhalb weniger Tage. Bei den Honigtauhonigen, etwa dem Tannenhonig, ist das Verhältnis etwa 1,6 : 1. Dieser Honig bleibt über Monate oder sogar Jahre flüssig. Diese natürliche Veränderung hat nichts mit der Qualität des Honigs zu tun, sondern hängt mit dem Zuckergehalt der Honigsorte zusammen. Eine Rückverflüssigung ist ohne Qualitätsverlust möglich. Fest gewordener, auskristallisierter Honig wird im Wasserbad bei max. 40°C erwärmt.
-Lagerung
Honig sollte kühl, dunkel und gut verschlossen gelagert werden! Bei unsachgemäßer Lagerung verdirbt Honig zwar nicht, jedoch büßt er durch Licht- und Wärmeeinfluss viele ernährungsphysiologisch wertvolle Inhaltsstoffe ein.
-Honiggeschichte
Schon in der Steinzeit nutzte der Mensch Honig als Nahrungsmittel, wie es 9.000 Jahre alte steinzeitliche Höhlenmalereien mit „Honigjägern“ zeigen. Der wild lebenden Bienenvölkern abgenommene Honig wurde vermutlich als Köder bei der Bärenjagd eingesetzt. Der Ursprung der Hausbienenhaltung mit geplanter Honiggewinnung wird im 7. Jahrtausend v. Chr. vermutet. Um 3.000 v. Chr. galt im Alten Ägypten Honig als „Speise der Götter“ und als Quelle der Unsterblichkeit: Ein Topf Honig wurde mit dem Wert eines Esels aufgewogen. Um 400 v. Chr. lehrte Hippokrates, dass Honigsalben Fieber senken und dass Honigwasser die Leistung der Athleten bei den antiken Olympischen Spielen verbesserte. Das Honig nicht verdirbt kann man an Funden in Pharaonengräbern feststellen, da der Honig in versiegelten Tonkrügen aufbewahrt wurde – noch genießbar war!